Das Leben in der Großstadt ist toll - ständig ist was los, irgendwo gibt es immer irgendwas Neues. Und manchmal, ganz manchmal, wird es einem ein bisschen zu viel. Wäre es da nicht toll, einen Mute-Button zu haben, eine Lautlos-Taste?
ImprovEverywhere war mal wieder in New York unterwegs. Und diesmal sogar in Park Slope, wo Bini und ich damals gewohnt haben. Genau dieser Eingang zum Prospect Park liegt sogar auf Binis Jogging-Route…
Und weil’s so schön ist mit Improv Everywhere, gleich nochmal (diesmal nehmen sie ein bisschen die Digital Natives auf die Kappe):
Alle anderen Aktionen von IE, die wir schonmal als Montagsvideo hatten, findet ihr hier.
Es ist eindeutig mal wieder Zeit für was Selbstgemachtes hier bei den Montagsvideos. In unserer letzten Woche in New York haben wir versucht, von den wichtigsten Orten und Leuten nochmal gezielt Fotos zu machen - der Erinnerung wegen, versteht sich. Dann kam uns die Idee, alles drei zu kombinieren: Fotos, Orte und Menschen. Herausgekommen sind 600 Bilder von einem Weg, den wir unzählige Male gegangen sind: Von zu Hause über die 5th Avenue zum Postmark, dem Café unserer Gemeinde in Brooklyn:
Wenn man an Halloween in NY ist, muss man natürlich auf die Halloween Parade gehn.
Im Gegensatz zum deutschen Fasching ging’s hier natürlich oft ums Gruselthema: mit Geisterpuppen in 4 m Höhe, aufwendigen Beamerprojektionen auf Fensterrahmen und Riesenstühlen. Zwischen professionelleren Gruppen liefen dann einzelne Verkleidete -hier gab’s natürlich viel Politisches, wie Palin mit schwangerer Tochter oder als “Miss Pitbull”, Obama als Superman und natürlich “Joe, the plumber”. Zwischenrein haben sich leider Unmengen liebloser Kostüme und vereinzelte Perverslinge gemischt -die Seite gibt’s auch. Mein Favorit: einer als Huhn und einer als Ei, beide mit dem gleichen Schild: “ich war zuerst da”.
In unserem Viertel Park Slope hingegen sah Halloween am Nachmittag ganz anders aus:
Die Hauptstraße war vollgepackt mit verkleideten Kindern und deren Eltern. Und in jedem einzelnen Geschäft wurde Candy abgesahnt. Die Verkleidungen waren hier oft total aufwendig und originell. Ein Säugling als Charlie Brown, ein 3jähriger Punk-Rockstar und sooo viele Kinder, die am Rande des Zuckerkomas in Glückseeligkeit schwelgten.
Jetzt versteh ich auch, warum Halloween so ein Kindertraum ist. Einen Tag lang sehn alle lustig aus und man darf so viel Zucker essen, wie man nur irgend möglich in den kleinen Bauch stopfen kann. Herrlich.
Dann gab’s an diesem Wochenende noch einen Samstagmorgen -so, wie er sein sollte: in einem wunderschönen kleinen Café, mit viel Sonne, guten Gesprächen und Kaffee.
Wir haben über NY geredet, unsere Ziele und wie wir sie weiter voranbringen wollen. Und haben festgestellt -wir wolln mehr. Und am Montag geht’s los. Oh ich mag diese herrliche Kombination: Kaffee und gute Entschlüsse treffen. Hm. Good stuff.
Das war jetzt aber mal ein feines Wochenende und hat sehr geholfen, einfach mal im neuen zu Hause anzukommen! Noch dazu geht es mit einem sehr produktiven Tag für die Wohnungseinrichtung zu Ende: wir sind durch unser Viertel geschlendert und haben bei kleinen, privaten Hofflohmärkten richtig coole Schnäppchen ergattert - das Wohnungs-Vorstellungs-Montagsvideo rückt also näher!
Unser Viertel heißt übrigens Park Slope und liegt in Brooklyn westlich vom Prospect Park. Mit jedem Tag, den wir hier sind und je mehr wir von Park Slope entdecken, desto größer wird unsere Begeisterung: es ist einfach nur traumhaft! Eine gelungene Mischung aus alten Häusern, jungen Kreativen, viel Musik, etlichen Cafés, Bars, Klamottenläden, Ökos & Horden von Obama-Anhängern:
Um dem Kitsch den Rest zu geben haben wir am Wochenende einen Tagesausflug gemacht - zum apple picking nach New Jersey! Chris & Janet haben uns eingeladen, mit Freunden ihrer Herbsttradition zu folgen und einen Tag in der kitschigen Idylle des Garden State New Jersey zu verbringen. Am Ende dreht sich dabei eigentlich alles nur darum, auf einer riesigen Farm unzählige Äpfel & Kürbisse zu ernten, zwischendrin ein paar Footballs zu werfen und bei alledem möglichst viel zu Lachen - und das hat funktionert:
Die Beiden sind echt cool - sehr hilfsbereit und einladend: Bevor sie uns zum apple picking eingeladen haben, haben sie sich einen ganzen Tag bei Ikea mit uns um die Ohren geschlagen, damit wir unseren Kram in ihrem Van nach Hause fahren können. Einfach so. Bilder vom Männerkram mit Chris gibt´s schon, Bilder von Mädelskram mit Janet kommen nächste Woche - vielen, vielen Dank, ihr zwei!
Puh, es gibt wirklich noch so viel zu erzählen: Erlebnisse, Gedanken, Beobachtungen und und und. Aber ich sollte jetzt wirklich ins Bett. Und das mach´ich auch. Gutes Nächtle.
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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