Vorteile eines Besuchs im Wella-Land: richtig gute Friseure machen mit richtig guten Produkten richtig ordentliche Frisuren. Nachteil: nicht die Frisur, die du wolltest. Meine wurde nicht so kurz wie ursprünglich gedacht, aber für diese Art Frisur ein bißchen zu kurz. Aber was soll’s, was Neues ist gut und wenn ich mich umgewöhnt hab, sind sie ja auch schon wieder länger.
Danach kam das definitiv lustigeste nach-Wella-Passfoto-Aufnahme-Erlebnis mit der Sophia. Wir konnten die Aufnahmen nicht Wiederholen, waren viel zu nah an der Kamera und haben und ziemlich schlapp gelacht. Leider ist das erste Bild schief und das zweite zerschnitten - und kann mir jemand sagen, was die grünen und roten Balken bedeuten? Bin verwirrt. Wie gut, dass ich auch eine photobooth im macbook hab ;) So sieht’s in echt auf meinem Kopf aus:
und in guter, alter Tradition, hab ich sie direkt abgelichtet. Super Sache, so Traditionen. (siehe hier und hier) Und die Wellas - die sind sicher auch super, wenn ich selbst Hand angelegt habe. Was man hier sieht, ist nämlich mit dem Lockenstab (unter den professionals: der quicklock) angefertigt. Das wird schon morgen anders gemacht. ;)
Aber schade, dass ich keine große Sonnenbrille dabei hatte, sonst hätte ich mir den Schaal ums Haar gelegt und so getan, als würde ich im Cabrio sitzen. So ist es eben nur ein Bild geworden, auf dem ich den Schaal etwas verzweifelt nach hinten werfe. Hm, naja. Die Zeit läuft eben, in Fotokabinen. So ist das.
frisch aus der Wella-Fabrik. Mit Hingabe, Blondierung, Dauerwelle und seeehr aufwendigem Styling gemacht. Das ging von Wellen in die Haare kneten (Haare=wellig) über Schaumfestiger mit dem Kamm einkämmen (Haare=glatt) über einzelne Strähnen twisten und curlen (Haare=erneut wellig) zum durchs Glätteisen ziehen (richtig: Haare= erneut glatt) und die Spitzen dabei (ihr werdet es kaum glauben) erneut wellen. Am Ende sah ich ein bißchen aus wie Simba aus König der Löwen (darum auch das Bild links unten;)) und bin mit dem Grundgedanken sehr zufrieden. Wollte Locken und blond, hab beides. Und eine Menge unnützes Wissen über Haarstruktur, Fischgräten-Wickel-Technik und die korrekte Anbringung von Schaumfestiger. Manoman. Hätte der Friseur auch nur die leiseste Ahnung davon, was ich mir morgen mache, wäre er in Tränen ausgebrochen. Morgen benutze ich kein Shampoo, Conditioner oder Feuchtigkeitslotion (spinnen die?), es gibt kein difuses föhnen, twisten, curlen oder Glätteisen-locken, kein Mousse, Styling-Paste oder Curl-Spray. Morgen wasch ich mein Haar mit Duschgel, mach Schaum dran und gut is.
Eine wellige Bini
P.S: Na Matze, gefällt’s dir besser als letztes Mal?
Was nun folgt, ist ein Montagsvideo darüber, wie man die Dinge geregelt kriegt (wenn man es schafft, “Buch kaufen” von der Aufgabenliste zu streichen…)
Hm.. seeehr geil gemacht.
So. Und jetzt zu all dem, was ich hier schon lange mal erzählen wollte… Ja genau, besser spät als nie. Also, was so los war:
Ich habe Ferien (mit Urlaub vom Arbeiten!). Das, und der einsetzende Herbst, der Lust auf Ahorn-Sirup macht (bei mir zumindest), haben sich in meiner Küche niedergeschlagen. Abi und ich haben Apfel-Ahorn-Muffins gebacken -die leider nicht nach Ahorn geschmeckt haben. Naja, a Gaudi war’s trotzdem. (dank Umrühren per Hand und Baileys -der darf ja nicht fehlen)
Und weil Ferien so schön sind, habe ich im Handumdrehen meinen Schreibtisch verwüstet. So gehört sich das. Schlimm nur, wenn der eigene Gatte so ein Ordnungsfanatiker ist. Hier die Beweisfotos…
[rechts Domi, links Bini. Und ja, das Bügeleisen gehört noch zu mir. Mein Chaos schwappt über die Grenzen...]
Irgendwo habe ich das schon mal gesehn… Ja richtig, auf dem Heimflug von NY:
[rechts Domi, links Bini]
Aber zurück zum herrlichen Chaos, da lassen sich nämlich herrliche Dinge veranstalten. Ein Projekt letzte Woche war es, für unsere NY-Freunde Chris und Janet (hier ein kleiner Eintrag über deren Herbsttradition, letztes Jahr in NY) ein kleines Geschenk zur Ankunft des ersten Sohnemannes zu machen (er kam gestern! Yeay!). Zum Festhalten der vielen Gedanken, Veränderungen und Begeisterungsausbrüchen habe ich ein kleines Büchlein gemacht. Und dabei festgestellt, dass unser megahammer Drucker auch Moleskins bedrucken kann… Geil. Das Bild hab ich von Janets facebook geklaut. Und so sah das Moleskin am Ende aus:
Und das war noch nicht alles: letzte Woche habe meine Freundin, die Christane und ich außerdem mal den Versuch gestartet Stempel selbst zu machen. Denn, sind wir mal ehrlich, Stempel sind leider meistens eher doof und manchmal ein bißchen peinlich. Das ist vielleicht anders, wenn man sie selbst designen kann (werden wir im 2. Schritt machen; hier haben wir es erstmal mit Vorlagen aus’m Internet probiert).
Hm, Christiane, ein kreatives Projekt und Schoki -was will man mehr ;) Und mit dem Eulen-Stempel-Ergebnis bin ich auch ganz zufrieden!
So. Das war immernoch nicht alles. Aber ich habe beschlossen die Bilder von meinem ersten Morgengrauenshooting in Deutschland morgen zu posten. Und übermorgen dann einen kleinen Peek in mein neuestes Foto-Projekt, das meine herrliche und talentierte Alaska-Freundin Beth und ich gestartet haben. Uui, das macht sooo Spaß! Also macht euch auf was gefasst! Diesmal wirklich ;)
Die hängt jetzt neben meinem Spiegel, sieht hübsch aus und zeigt mir all die Schönigkeiten, die ich mir ins Haar, ans Ohr oder die Hand stecken kann. Hach ja. Schön und praktisch ist wunderbar. Soviel zum Klein- (und Mädchen-) kram. Aber es gibt natürlich noch mehr Gedanken unter meiner blonden Haarpracht ;)
Wir sind jetzt schon echt lange hier. Und wir merken -geil, wir fühlen uns voll zu Hause. Wir wohnen in dem weltschönsten Viertel von Brooklyn (dem wahren NY), treffen unsere Freunde im Café, im Gottesdienst oder auch mal um spontan in die “Blueman Group” zu gehn (gratis! Ja, wir haben tolle Freunde…). Gott segnet uns mit echt vielen kleinen und großen Herrlichkeiten. Und wir sind ihm saudankbar.
Aber ich wäre ja nicht die Bini, wenn ich mich nicht auch in regelmäßigen Abständen fragen würde: wie sieht’s aus mit meinen Zielen, bin ich hier dabei das zu machen, was ich wollte, nutze ich meine Freiheit und koste jeden Moment dieses geilen Lebens voll und ganz aus? Und auch wenn ich finde, dass wir insgesamt eine echt gute Bilanz ziehen können, sind bisher ein paar praktische Ziele zu kurz gekommen. Ich will hier nämlich:
- mehr über’s Fotographieren lernen (und eine Spiegelreflexkamera kaufen -jipii!)
- scrappen: und zwar 1 Seite pro Woche, falls sich noch jemand an die 52 Wochen Challange erinnern kann. Ja, die läuft noch. Und ich hänge hinterher.
- nähen: was das Zeug hält. Ich habe eine Menge neue Projekte im Kopf und die wollen unbedingt mal raus. Und die Welt sehn.
- mehr über Gott lernen. Weil er saucool ist und viel, viel größer als alles, was ich mir vorstellen kann und weil es so spannend ist, mehr davon heraus zu finden.
Was ich stattdessen mache:
*zu viel Kaffee trinken *skypen *einkaufen gehn, um mir amerikanische Pfunde an zu essen *skypen *Mails schreiben *joggen gehn, damit die Pfunde auf der Strecke bleiben *Mails schreiben *bei Brooklyn Industries all mein Geld verlieren *skypen.
Und weil ein paar Sachen zu viel Zeit brauchen, kommen hier ein paar harte Entschlüsse:
1. Wir schicken keine Weihnachtspakete nach Deutschland. Traurig, aber wahr.
2. Ich beantworte Mail nicht mehr sofort und vielleicht etwas kürzer. Geht ja auch.
3. Ich geh nicht mehr einkaufen und nicht mehr joggen. Das gleicht sich dann aus. ;)
Denn eins ist klar: die Zeit hier ist kostbar. Und begrenzt. Und ich will alles, alles was geht raus holen. Und es voll genießen. Das ist nämlich eins der Ziele, die ich wunderbarerweise schon erreicht habe: ganz da sein. Also hier. Und das ist sausaugeil. Hmm…
1. auf einen Junggesellinnenabschied mit vielen Mädchen und viel Wein gehen
2. beim mitternächtlichen Marshmellowgrillen auf Kissenbergen die Kamera holen
3. sich das sportliche Ziel setzten von jedem Mädchen 2 schöne Fotos zu machen
4. Schwierigkeitsgrad: hoch, weil Grundregel: Blitz ist vom Teufel. Daher 257 Fotos im Schummerlicht machen
5. müde aber glücklich ob der gelungenen Meisterfotos nach Hause kommen
6. mit der Datenübertragung aufs macbook nicht bis morgen früh warten können
7. -es aber wirklich besser gemacht haben sollen..
8. kleinen macbook-Absturz geradeso überstehen
9. entsetzt feststellen, dass 218 Fotos gelöscht sind
10. eh voilà, fertig ist ein netter kleiner Nervenzusammenbruch
Hier zwei der 39 überlebenden Bilder.
Es war wirklich ein schöner Abend. Oh, wie ärgerlich…
Eine Bini mit brechenden Nerven
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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