[arbeiten im Wostel]
[im Sing Blackbird]
Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Wuhu, es kribbelt immernoch in meinen Beinen: am Freitag waren wir auf einem Konzert am Broadway. Die Queen of Soul Sharon Jones und die Dap Kings haben uns eingeheizt. Diese Dame ist weiß Gott nicht jung, sexy und schön, aber das was sie hat, nutzt sie zu 100 Prozent: mitreißende Energie und eine durchschlagende Soulstimme. Das Konzert und Sharon als Person waren sehr beeindruckend für mich und ich denke immer nochdarüber nach, wie krass diese Frau einfach sie selbst ist und nicht irgendein Popsternchen. Da sie auf der Bühne wesentlich mehr rockt, als in diesem Video, einfach nur den Anfang ansehen und während es läuft weiterlesen:
Nach geschlagenen 1,5 Stunden war das Konzert vorbei und wir alle hundemüde. Doch nach 5 Minuten tosendem Applaus kam die Band für die Zugabe zurück und Sharon Jones hat mit ihrem Song “Answer me” ihre Geschichte mit Gott erzählt. “Mir haben die Leute immer wieder gesagt, ich sei zu klein, zu dick und zu alt, um als Sängerin Karriere zu machen. Ich habe geantwortet ‘Gott hat mir eine Gabe gegeben und die werde ich nutzen. Eines Tages werdet ihr mich akzeptieren, wie ich bin und Gott wird meine Gebete beantworten.’ Und jetzt seht euch um…
…hat Gott meine Gebete beantwortet?”
Ein Freund von mir, den ich sehr schätze, hat in einem bis auf die Knochen ehrlichen Blogeintrag gesagt, was sich viele Christen nicht zu sagen trauen -selbst wenn sie dasselbe Problem haben. Zumindest ging´s mir lange Phasen im Leben genauso, aber ich hatte nicht den Mum, so klare Worte zu sprechen. Es geht um die Frage, wie Glaube im Alltag aussieht und ein Teil davon ist die Zeit, die man allein und ferab von Gottesdiensten mit Gott verbringt. Dafür hat sich der Begriff “stille Zeit” eingebürgert - auch wenn diese oft alles andere als still ist. Hier also Matzes Beitrag “Alles noch einmal genauso… ?”
Gerade passieren hier unglaubliche Dinge auf unserer Wohnungssuche. Gott hat uns zwar von vorne herein darauf vorbereitet, dass wir ihm vertrauen sollen, selbst wenn´s hart wird. Und jetzt hat er offensichtlich an unserem absoluten Tiefpunkt und in letzter Sekunde eingegriffen. Ob es die endgültige Lösung ist oder zumindest ein großer Schritt dahin zeigt sich noch heute! Auf jeden Fall aber werden wir hier berichten, wenn der Endspurt genommen ist.
Bis dahin ein paar vernebelte Einblicke unserer letzten Tage:
Es ist eine verkehrte Welt hier drüben. Wir haben 33°C und in NYC beschlägt die Brille nicht, wenn man im Winter das Haus betritt, sondern andersrum: wenn man im Sommer das Haus verlässt. Außerdem muss ich ein Geständnis machen: obwohl die Bini super ist und wir schöne Zeiten haben…
…habe ich eine neue Liebe gefunden in Amerika: chocolate rasperry cookies
Mein ganzes Leben war ich davon überzeugt, dass Kekse langweilig sind. Aber wie gesagt - verkehrte Welt: ich liebe Kekse.
Es ist Mittwoch, wir sind 1 Woche und 1 Tag hier und haben gerade die 1001 Wohnungsabsage bekommen. Fühlt sich doof an. Und ich finde es ist an der Zeit mal zu schreiben, dass das hier echt nicht leicht ist. Ich bin sehr dankbar für viele Sachen -echt nette Leute, bei denen wir schlafen können, wir sind zu zweit, wir kommen mit der Sprache gut klar -da gibt’s einen Haufen Probleme, die wir nicht haben. Aber mal die Koffer auspacken und ankommen -das wär ‘ne feine Sache.
Ich will gar nicht frustriert klingen, denn das bin ich eigentlich nicht. Wir haben beide das Gefühl, dass Gott uns fragt, ob wir ihm vertrauen. Aber das ist gar nicht so leicht. Wenn ich mich frage: “glaub ich, dass Gott uns hilft und wir am Ende ein tolles zu Hause haben?” denk ich -klar! Aber das fühlt sich meistens nicht so sicher an. Darum muss ich mich immer wieder entscheiden zu vertrauen und mich auch von der 1002. Absage nicht runterziehen zu lassen. Denn unser zu Hause kommt. Das hat Gott versprochen.
Also. Neben tollen Bildern, Geburtstagen, netten Skype-Gesprächen und viel NY-Begeisterung gibt es hier einen großen “ich-fühl-mich-scheiße-und-vertraue-Gott-trotzdem” Part. Es ist nicht so, dass es ständig dominiert oder unsere Tage hier nur anstrengend macht. Aber es ist auch da.
Schnell noch was von der “schönen Seite” unseres Abenteuers: gestern Abend haben wir direkt in downtown Manhatten einen kleinen Platz gefunden, mit einem Brunnen und 4 oder 5 Paaren, die zu wundervoller Musik getanzt haben. Es war unbeschreiblich geil.
Eine wohnungslose Bini
P.S. Wer weiß, beim 1003. Versuch klappt’s vielleicht. Wir glauben weiter.
Was heute hinter dem Montagsvideo steht, ist viel viel viel zu groß, um unsere Begeisterung darüber in einen popeligen Blogeintrag zu stecken:
Das Video zum Thema Kreativität (was ja allein schonmal cool ist) kommt aus der icf-Berlin (Hechel, Hysterie, Schrei). Das ist eine junge Gemeinde in unserer Hauptstadt, die wir über ihren Predigt-Podcast kennengelernt haben (Wer mal so richtig zeitgemäße Predigten hören will, ist da genau richtig). Damit allein haben sie uns schon oft inspiriert. Aber je mehr wir über das icf erfahren haben, desto größer wurde unsere Begeisterung, sodass wir uns jetzt genötigt fühlen, das Osterwochenende in der Hauptstadt und den Ostersonntag im icf zu verbringen.
Das icf schafft es wunderbar, den alten Glauben in der neuen Welt zu leben - ohne faule Kompromisse und mit viel Lebensfreude. Alles in allem hat uns das icf motiviert, das eigene Lebensgefühl auszubauen und unseren Glauben und damit unser Leben nach unseren Eigen- und Leidenschaften zu gestalten! Vielleicht inspiriert´s ja noch jemand anderen:
[Da ich nicht hinbekommen hab´das Video einzubinden, ist der Screenshot mit der Website des icf verlinkt]

Wem der ganze Glaubenskram spanisch vorkommt, kann gerne Fragen als Kommentar hinterlassen oder direkt an Bini und mich stellen. Eine Antwort wird garantiert!
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