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Montagsvideo #15 LOMO, SMAAT & AAA

Was für eine Woche. Semesterstart. Neue Kurse, neue Kommolitonen. Und es sieht das erste mal nach einem ausnahmslosen Interessensstudium aus. Nur interessante Veranstaltungen, die mich beruflich auf meine vage Wunschzukunft vorbereiten:
Photoshopkurs zum Umsetzen eigener Ideen, Marketing-Ringvorlesung mit Tipps aus der Praxis, Online-Forschung für mehr Verständnis des web 2.0+, Businessenglish für New York, Vermarktung von Printmedien, weil das Herausgeben einer Zeitschrift auch mal`ne tolle Sache wäre und und und. Wem bei dieser Vorstellung langweilig wird, dem sei dringend von Publizistik, BWL und Medienmanagement abgeraten. Ich krieg dabei jedenfalls Gänsehaut auf der Hirnhaut.

Aber jetzt zu dem Teil, in dem sich die absurde Überschrift auflöst: die Woche haben wir genau zwei erwähnenswerte Veranstaltungen besucht. Die erste war der spoken words-Abend im Mainzer “Lomo”. Zu Gast war die einzige poetische Boygroup Deutschlands, SMAAT. Das Programm ist eine Mischung aus Slam Poetry, Kabarett und Comedy und ist definitv einen Besuch wert. Einer der Jungs ist Sebastian 23, über den wir schonmal geschrieben haben. Vorgetragen hat er zum Beispiel das hier:

Damit aber der Text in einem Montagsvideo-Post nicht länger ist als das Video, hier noch ein Schmankerl von Nils Heinrich, den wir bei der Dichterschlacht in Darmstadt gesehen haben:

Jetzt bleibt nur das geheimnisvolle und eklig anmutende AAA aus der Überschrift unerklärt. Im weitesten Sinne hat es was mit Lebensqualität in Wiesbaden zu tun, aber auch mit Lebensstil und Kreativität. Weil der Post aber eh schon viel zu lang ist, erzähl ich das im nächsten Eintrag.

Goethe 2.0

So - da bin ich, um wie versprochen vom gestrigen Abend und der Band zu berichten. Vorher kann ich mir allerdings eine kleine Ankündigung nicht verkneifen:
Wir wohnen jetzt seit über 30 Monaten in Wiesbaden und haben uns sehr gewissenhaft nach den schönsten Orten umgeschaut. Und doch haben wir uns heute wieder einmal wie kleine Entdecker gefühlt und ein bisher völlig unbeachtetes Viertel kennen gelernt. Auf jeden Fall hat uns die Tour mal wieder in einer Idee bestärkt:
sobald die Abende wieder wärmer sind, werden wir regelmäßig unsere Lieblings-Läden, -Bars und sonstige Höhepunkte in Wiesbaden vorstellen - quasi ein subjektiver Cityguide. Also, Frühling: krieg endlich den Arsch hoch!

Aber jetzt zur Dichterschlacht. Durch Poetry Slams ist Dichtung wieder sexy geworden im Land Goethes und ich kann nur jedem empfehlen, mal einen Slam zu besuchen. Die gibt´s im Rhein-Main-Gebiet übrigens öfter: für Mainz hier, Wiesbaden hier, Frankfurt hier und Darmstadt hier. Letzterer ist übrigens der größte in Deutschland und dementsprechend hochkarätig. Im Prinzip läuft´s aber simpel: ein Mikro, 10 Poeten, je 7 Minuten Zeit und eine Jury aus 600 Zuhörern - das war kurz gesagt unser gestriger Abend. Die Bandbreite reichte vom verkappten Philosophen über einen verirrten Freestyler bis hin zum zukünftigen Comedy-Star - und genau der war gestern auch mein Favorit, Sebastian 23, hier links im Bild.

Dichterschlacht in DarmstadtDichterschlacht in Darmstadt

[Für die Fotos vielen Dank an Oli, der Spielzeug für Fotografen macht]

Von der Band erzähl ich erst morgen - jetzt führ´ich meine Frau aus. In´s neu entdeckte Viertel natürlich.