Hm. Die letzten Tage habe ich darüber nachgedacht, “how to keep it real” auf diesem kleinen, feinen blog. Weil ich euch gerne meine schöne Wohnung zeigen möchte - voller Dankbarkeit und Wertschätzung für die viele, viele Hilfe, die wir bekommen haben und als Erinnerung für mich. Aber der Gedanke, hier einen kleinen Show-Off meines ach so coolen Lebens zu machen, finde ich ätzend; er lässt sich aber nicht so leicht abschütteln. Dabei will ich das nicht. Weil ich ehrlich gesagt gar nicht an Perfektion ohne Macken glaube. Stattdessen glaube ich an Verletzlichkeit und Authentizität (auch wenn ich dieses Wort nur langsam aussprechen kann).
Und als ich diesen extrem inspirienden Eintrag (unbedingt lesen) gesehen habe, dachte ich mir - genau richtig. Ich werde auch “3 ugly, beautiful truths” schreiben. Und lade euch ein, es mir in den Comments nach zu tun. Ernst oder lustig - alles ist willkommen. Ein Hoch auf die Ehrlichkeit! Lasst die Masken fallen.
1. Ich habe ein riesiges Problem mit wissenschaftlichen Texten (sonst lese ich ratzfatz). Eigentlich muss ich momentan Literatur für meine Magisterarbeit lesen. Ich bin saumotiviert, finde alles total spannend und freue mich riesig, dass es los geht. Aber statt zu lesen, mache ich lieber Fotos, auf denen ich so tue als würde ich lesen. Oh Mann.***
2. die Küche ist der einzige Ort, an dem ich mich wirklich sehr für Sauberkeit einsetze (und im Bad ein bißchen). Was bin ich dankbar, dass ab und an Besuch kommt, für den ich der Domi dann mal staubsaugt. Aber meistens ist mir meine Zeit einfach zu schade, ich mache lieber Fotos davon, wie ich so tue, als würde ich lesen (oh Mann!)…
3. zu fünft in einem Haus leben ist herrlich und anstrengend. Ich glaube hier kommt oft nur die herrliche Seite zu Tage, aber wir müssen uns auch ganz schön zusammen raufen, weil wir so unterschiedlich sind. Das es Probleme geben würde, davon bin ich ja ausgegangen, aber das es so so schwierig wird, hätte ich nicht gedacht. Es gab schon viele Gespräche, viele Tränen, viel Wein & Gott, die mit vereinten Kräften alles besser machen. Und das ist gut, weil ich trotz allem finde, dass es sich lohnt. Auch wenn es anstrengend ist.
Puh. Your turn. Lasst mich jetzt bloß nicht hängen…
Eine wahre Bini
***Immerhin mach ich die Fotos von meinem fake-lesen nicht, weil ich pathologisch-zwanghaft unsinnige Bilder von mir selbst mache - sonder für meine neue “300 challenge” mit der Beth. Wir machen 1 Jahr lang jeden Tag ein Foto (und weil wir uns nicht stressen wollen haben wir zwischendrin 65 Tage frei). Sehr, sehr coole Sache, weil es mich motiviert meine Kamera jeden Tag in die Hand zu nehmen und meinen Alltag zu dokumentieren. Auch wenn es mich von anderen Sachen abhält…










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